
Waffenexporte ins südliche Afrika
Ein Geschäft mit dem Tod
Referent: Emanuel Matondo
Donnerstag, 17. November 2011, 19:30 Uhr
Karlsruhe, Bonhoeffer-Haus, Gartenstr. 29 a
Der 45-jährige Emanuel Matondo wurde in Angola geboren. Als Kriegsdienstverweigerer erhielt er 2001 Asyl in Deutschland. Als Friedensaktivist gründete er 1998 mit anderen Exil-AngolanerInnen die Angolanische Antimilitaristische Menschenrechtsinitiative (IAADH e.V.), mit der er zahlreiche Aktivitäten zu Angola umsetzen konnte.
Die Exporte von Kriegswaffen und Rüstungsgütern nehmen kontinuierlich zu. Zu den Empfängern zählen Diktatoren und autoritäre Regime in Afrika, Asien oder Lateinamerika, die die Menschenrechte mit Füssen treten.
Nach Angaben des schwedischen Friedensforschungsinstituts SIPRI haben sich die deutschen Rüstungsexporte zwischen 2005 und 2009 gegenüber den Vorjahren mehr als verdoppelt. Deutschland ist der größte Waffenexporteur der Europäischen Union und liegt hinter den USA und Russland weltweit an dritter Stelle der Waffenlieferanten.
Die Folgen der Rüstungsexporte sind für die Menschen in den Empfängerländern verheerend: Bestehende Konflikte werden verstärkt und eskalieren häufig gewaltsam. Unzählige Menschen werden getötet, verwundet, vertrieben oder erleiden schwere Traumata.
So sind ungezählte Kriegsopfer Folge der guten Exportgeschäfte deutscher Waffenproduzenten.
Flyer: 20111117_flyer.pdf (85 KB)