
Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan! Alle Auslandseinsätze beenden!
An diesem 1. September jährt sich zum 70. Mal die Entfesselung des Zweiten Weltkrieges durch die Deutsche Wehrmacht durch ihren Überfall auf Polen. Bereits seit 1957 gehört der 1. September - als Antikriegstag begangen - zum festen Bestandteil des Terminkalenders von Gewerkschaften und Friedensgruppen. Im Zentrum stehen jeweils aktuelle friedens- und gesellschaftspolitische Themen, verbunden mit der Mahnung, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen darf.
Seit Jahren gehört es zur Tradition, dass das Karlsruher Friedensbündnis den Antikriegstag mit Mahnwache, Kundgebungsbeiträgen und dem abschließenden Legen eines großen Friedenszeichens mit Blumen auf der Rosette vor dem Rathaus gestaltet.
Aufgrund des Auftritts des SPD-Kanzlerkandidaten auf dem Marktplatz kann das große Friedenszeichen bedauerlicherweise nicht an gewohnter Stelle gelegt werden. Die Mahnwache des Friedensbündnisses findet dieses Jahr in der Zeit von 16.00 - 17.30 Uhr am Lammbrunnen in der Kaiserstraße/Ecke Lammstraße statt.
Anlässlich des 70. Jahrestages des Beginns des 2. Weltkrieges werden zudem auf dem Friedrichsplatz 70 Friedenstauben des Kunsthandwerkers Peter Schöffler aufgestellt, die ganztägig zu besichtigen sind.
Die gegenwärtige Bundesregierung aus CDU und SPD betreibt keine Friedenspolitik wie wir sie verstehen. So steht auch der Kanzlerkandidat der SPD als Außenminister klar hinter einer deutschen Kriegspolitik, die beispielsweise in Afghanistan den Kriegseinsatz der Bundeswehr Schritt für Schritt ausweitet, die immer mehr Soldaten in Kriegseinsätze schickt und auch in der Luft mit AWACS-Einsätzen zur Eskalation beiträgt.
Das Friedensbündnis Karlsruhe bekräftigt zum Antikriegstag seine Forderung an die Bundesregierung und die Parteien, die Bundeswehr sofort aus Afghanistan abzuziehen und deren sonstige Auslandseinsätze zu beenden. Stattdessen muss die zivile weltweite Zusammenarbeit verstärkt werden.
Damit Menschen aus der Friedensbewegung den Kanzlerkandidaten der SPD mit diesen Forderungen konfrontieren können, wird die Mahnwache rechtzeitig beendet.