Friedensbündnis Karlsruhe
10.9.2009
Bericht

Mahnwache des Friedensbündnisses gegen den Krieg in Afghanistan

Die bundesweite Friedensbewegung hatte für Mittwoch, den 9.9.2009, zu örtlichen Protestaktionen gegen den Krieg in Afghanistan aufgerufen. Aktueller Anlass war das Massaker mit vielen Todesopfern und Verletzten, das durch eine von der Bundeswehr angeordnete Bombardierung angerichtet wurde. Über die Mahnwache des Friedensbündnisses in Karlsruhe berichtete die BNN.

Wir dokumentieren den Artikel der BNN ("Badische Neueste Nachrichten"):

BNN, 10.9.2009

Kritik am Bundeswehreinsatz

Friedensbündnis fordert: keinen Krieg mehr in Afghanistan

Die Forderung ist eindeutig: "Truppen raus aus Afghanistan". So steht es auf dem Transparent, das die Mitglieder des Friedensbündnisses Karlsruhe zu ihrer gestrigen Mahnwache auf dem Marktplatz mitbrachten.

Und so formuliert es auch Arno Neuber. Er ist Mitglied des Friedensbündnisses und betrachtet das Bombardement, das von der Bundeswehr am 4. September in Afghanistan initiiert wurde, und bei dem es "tote und verletzte Zivilisten" gab, wie er sagt, als symptomatisch für die Situation am Hindukusch. "Die Situation spitzt sich immer mehr zu, und die Spirale der Gewalt dreht sich immer weiter." Inzwischen habe die Bundeswehr ihr Vertrauen bei den Menschen in Afghanistan verspielt.

Das Karlsruher Friedensbündnis stehe mit seiner Forderung nicht alleine da: "In ganz Deutschland wird es am heutigen Tag solche Mahnwachen geben", erklärt Friedensbündnis-Mitglied Sonnhild Thiel. Sie bezeichnet den Luftangriff der Nato-Truppe Isaf auf die entführten Tanklastwagen als "eine Ungeheuerlichkeit und ein Verbrechen".

Neuber zitiert Soldaten, die sagten "Wir graben hier schon längst keine Brunnen mehr, sondern führen Krieg". Vom ursprünglich mal geplanten Aufbau der Demokratie rücke man also immer weiter ab, ist sich Neuber sicher. Er ist sich auch sicher, dass, wenn nichts unternommen werde, "die deutschen Truppen nach der Wahl aufgestockt werden". Und so wollen die Mitglieder des Friedensbündnisses die Bevölkerung mit ihren Transparenten und mit Flugblättern auf die "sich täglich verschärfende Situation in Afghanistan" aufmerksam machen. Sie hoffen, dass mit dem Abzug der Truppen der Frieden eine Chance erhält.

Mit freundlicher Genehmigung der BNN
www.bnn.de

Siehe auch das Flugblatt: Jeder Tag Krieg ist ein Tag zuviel

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